Behandlungen, Leistungen

Knochenaufbau

Fehlen ein oder mehrere Zähne bereits seit einigen Jahren, wird der Kieferknochen an dieser Stelle nicht benötigt. Wie auch Muskeln, baut er sich aufgrund der Nichtbelastung ab und verliert an Breite, Höhe und Dichte. Daher ist vor einer Implantation in diesen Fällen ein Knochenaufbau notwendig.

Computergestützte Planung des Knochenaufbaus – mit DVT

Mit dreidimensionalen Querschnittsbildern des Digitalen Volumentomographen (DVT) planen wir den Knochenaufbau. Wir können auf den Aufnahmen zum Beispiel den Bereich und das Ausmaß des Knochenabbaus genau beurteilen und die Behandlung (vor allem Menge und Art des Knochenersatzmaterials) entsprechend darauf ausrichten.
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Schonende Kieferknochenbehandlung mit Piezosurgery

Bei uns kommt das Piezosurgery-Gerät bei Knochenaufbaumethoden zum Einsatz. Es funktioniert mit Ultraschallschwingungen, die auf eine Frequenz eingestellt werden, mit der nur Hartgewebe – also Knochen – behandelt werden kann. Weichgewebe (Mundschleimhaut, Zahnfleisch, Nerven, Fasern) wird dadurch geschont.
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Verschiedene Knochenaufbaumethoden

Je nachdem, in welcher Region der Knochenaufbau durchgeführt werden muss, stehen unterschiedliche Knochenaufbauverfahren zur Verfügung:

Sinuslift

Der Sinuslift (oder „Sinusbodenaugmentation“) ist eine Methode zum Knochenaufbau im seitlichen Teil des Oberkiefers.

Interner Sinuslift. Hierbei schaffen wir vom Bohrkanal des Implantats einen Zugang in die Kieferhöhle, um Knochenersatzmaterial oder körpereigenen Knochen einfügen zu können. Danach wird das Implantat in der Regel sofort eingebracht.

Externer Sinuslift. Bei dieser Methode schaffen wir vom Mundraum aus einen seitlichen Zugang zur Kieferhöhle. Dann wird der Boden des Kieferknochens zunächst mit eigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Häufig wartet man anschließend eine Einheilphase ab (rund drei bis vier Monate), bis die Knochenhöhe für eine Implantation ausreicht. In einigen Fällen kann das Implantat auch sofort eingesetzt werden.

Bone Spreading

Ist der zahntragende Bereich im Ober- und Unterkiefer (der Kieferkamm oder Zahnbogen) zu schmal für eine sichere Implantatverankerung, wird er zunächst der Länge nach gespreizt, anschließend mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt und auf diese Weise verbreitert.

Kieferkammaugmentation

Bei der Kieferkammaugmentation entnimmt man ein Stück Eigenknochen zum Beispiel aus dem Unterkiefer oder dem Beckenkamm. Danach wird es an eine andere Stelle transplantiert – dort, wo der Kieferknochen zurückgegangen ist.

Distraktionsosteogenese

Bei einer zu geringen Höhe des zahntragenden Kieferbereichs kann der Knochen geteilt werden. Anschließend wird eine Miniapparatur mit einer kleinen Schraube eingebracht, sozusagen ein „Streckverband“ für zwei Knochenteile. Indem Sie jeden Tag ein wenig an der Schraube drehen, wird der Knochen auseinander gezogen. In dem entstandenen Spalt wächst neues Knochengewebe. Die zwei Knochenteile wachsen auf diese Weise aufeinander zu und der Knochen kann verlängert werden. Nach Behandlungsende entfernen wir die Miniapparatur wieder.

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